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Unterricht und Unterrichtsqualität

Unsere Aufgabe ist es, unseren Schülerinnen und Schülern die für sie besten Schulabschlüsse zu ermöglichen. Im Zentrum unserer Arbeit steht deswegen der Unterricht. Wir wissen um die Komplexität der Unterrichtswirklichkeit und dass Lernerfolge unserer Schülerinnen und Schüler zudem zusätzlich von vielfältigen außerunterrichtlichen Faktoren beeinflusst werden.

Die in der folgenden Übersicht aufgeführten Merkmale von Unterricht sind für uns Gütekriterien und deswegen Richtschnur für unsere Unterrichtsvorbereitung, Unterrichtsdurchführung und Auswertung. Die Gütekriterien sind weitgehend empirisch abgesichert (vgl. zuletzt Hilbert Meyer: Was ist guter Unterricht? Berlin 2005). 

Die Merkmale haben eine äußere, das heißt direkt beobachtbare Seite (Indikatoren) und sind deswegen leicht kommunizierbar. Die Ausprägungen dieser Merkmale sind nicht ausschließlich lehrer- oder schülerzentriert. Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler können dazu beitragen, diese Merkmalsausprägungen im Unterricht nachhaltig zu stärken. Die Kriterien sind auf alle Fächer zu beziehen, müssen aber jeweils fachdidaktisch konkretisiert oder/und um fachspezifische Kriterien ergänzt werden. Die Reihenfolge der Nennung der Merkmale ist keine Rangfolge; es sind Elemente, die sich gegenseitig bedingen und stützen und im Zusammenwirken Lernerfolge unsererSchülerinnen und Schüler fördern.

Für die Verwirklichung eines hohen Anteils echter Lernzeit im Unterricht ist ein stimmiges Zeitmanagement Voraussetzung. Dazu gehören Pünktlichkeit für alle Beteiligten, die weitgehende Auslagerung oder Abkürzung der Klärung organisatorischer Fragen und die Vorbereitung der Lernumgebung durch eine funktionale Einrichtung.

Die Klärung des Unterrichtsprozesses wird durch Absprache von Regeln, Ritualen und Freiräumen erreicht. Ziel- und Inhaltsklarheit werden durch Verständlichkeit der Aufgaben- und Problemstellungen, durch Plausibilität der inhaltlichen Zusammenhänge und Verlässlichkeit der Ergebnissicherung sicher gestellt.

Eine konstruktive Arbeitsatmosphäre als lernförderndes Klima entsteht durch gegenseitigen Respekt, zuverlässig eingehaltene Regeln und Verantwortungsübernahme sowie transparente Leistungserwartungen; über ihre Lernfortschritte erhalten die Schülerinnen und Schüler zügig förderorientierte Rückmeldungen.

Der Einsatz verschiedenster Medien, das Lernen in variierenden Sozialformen und die Variabilität der Verlaufsformen des Unterrichts sind ebenso Maßnahmen zur individuellen Förderung wie die innere Differenzierung, Integration und Unterricht nach abgestimmten Förderplänen.

Durch das Bewusstmachen von individuellen Lernstrategien und gezielte Hilfestellungen lernen die Schülerinnen und Schüler intelligent, das heißt passgenau, ökonomisch und effektiv zu üben. In Abschlussprüfungen geforderte Präsentationstechniken sind im Unterricht verankert und werden stetig geübt.