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MediationsprojektMedilogo

Mediation  ist ein positiv orientiertes Modell der Konfliktbearbeitung, das gegenseitige Anerkennung und Empathie fördert. Sie trägt dazu bei eine offene und wertschätzende Kommunikationsstruktur in der Schule zu entwickeln.

Durch den Aufbau einer positiven Streitkultur entsteht eine Umgebung, in der sich alle Beteiligten wohlfühlen können und in der unvermeidliche Konflikte ehrlich, offen und in respektvollem Verhalten voreinander ausgetragen werden. Das trägt zur Verbesserung des Schulklimas bei und schafft einen Rahmen, in dem es sich besser lernen lässt. Als eine der ersten Schulen in Berlin hat die Kopernikus-Oberschule 1992 Mediation als Gesprächsform bei Konflikten eingesetzt. Zunächst waren es dafür geschulte Pädagoginnen und Pädagogen, die als unparteiische Dritte (Mediatorinnen und Mediatoren) Streitenden halfen eine einvernehmliche Lösung ihrer Probleme zu finden. Aufgrund der guten Erfahrungen mit dieser Methode hat die Kopernikus-Oberschule ein systematisches Qualifizierungsprogramm für Schülerinnen und Schüler (SuS) entwickelt und bildet jährlich im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft in Intensivkursen und einer 5-tägigen Fahrt neue Mediation-SuS aus.

Ausbildung zur Peer-Mediatorin / zum Peer-Mediator:

Die Mediationsausbildung beruht auf einem systematischen Qualifizierungsprogramm und besteht aus zwei Teilen: Der einwöchigen Grundausbildung und aus der Weiterbildung zur Peer-Mediatorin/zum Peer-Mediator (8 – 10 Blockseminare, samstags, vierstündig).

Im Aufbau befindet sich gerade die Weiterbildung der Oberstufen-SuS, die als Jungteamer ausgebildet werden sollen und später Aufgaben bei der Grund- und Weiterbildung der Mittelstufen-SuS übernehmen sollen. Um an der einwöchigen Grundausbildung teilnehmen zu können, muss man dafür von seinen Mit-SuS benannt werden. Dies geschieht durch Wahlen nach der in Kooperation mit dem Fach Ethik erarbeiteten Unterrichtseinheit zum Thema „Streiten will gelernt sein“, die im 7. Jahrgang durchgeführt wird. Kriterien für die Auswahl der Kandidatinnen und Kandidaten für die Grundausbildung sind u.a. Vertrauenswürdigkeit und ob die SuS von ihren Mit-SuS als gerecht und Frieden stiftend erlebt werden.

Ziel der Grundausbildung ist die Sensibilisierung der SuS für die Konflikte in ihrer Kerngruppe, um ggf. selbst mediatorisch tätig zu werden oder die Streitenden an die Klassenpatinnen und -paten zu vermitteln, damit diese das Mediationsgespräch durchführen können.

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